hosted by hhcoast | fatoni, 3plusss, weekend @ szene am 11.10.2015

da ich schon voller vorfreude auf das neue album von fatoni & dexter warte, war es für mich selbstverständlich, dass ich seinen auftritt als support-act von weekend besuchen würde. ausserdem ist „benjamin button“ ( fatoni & dexter) derzeit eines meiner lieblingsvideos. cool wars, dass man um sein geld gleich drei hip hop-formationen sehen durfte, neben weekend als hauptact auch fatoni und 3plusss.

aber erst mal kam fatoni mit „dj koffer“ (ja, tasächlich ein koffer) um 20 uhr auf die bühne. nach einem anfänglichen aufmerksamkeitsdefizit seitens des publikums konnte er die menge nach einem freestyle-rap, auf gegenstände die ihm engegengehalten wurden, dann doch motivieren ihre hände zum beat auf und ab zu bewegen. wer will es der kopfnicker-crowd verübeln? es war sonntag, das publikum trotz des zarten durchschnittsalters wahrscheinlich wochenend-erledigt und vermutlich deswegen anfangs eher schwer zu begeistern. fatoni schaffte es dann doch irgendwie die leute mit seinen witzigen texten, zwischendurch-anekdoten und angenehmen sound von dj koffer mitzureißen.

es folgte „3plusss“ (mit echtem dj) und er versprühte sofort einen hauch von oldschool-atmosphäre mit seinem energiegeladenem sound, seiner angenehmen stimme und dem wortwitz. mit der nummer „ich habe hiphop nicht verstanden“ eröffnete er seinen teil des abends. mein persönliches song-highlight war jedoch „sicher“ (im original feat. chefket) – da ich auf top-reime stehe und hier die zeile: „und ich leg die karten auf den skeptisch“ grandios finde. nach 30 minuten und einer mini-einlage a la „wollt ihr pogen?“ war der auftritt auch schon wieder vorbei. fein wars auf jeden fall den jungen sprechgesangskünstler aus essen live zu sehen.

als dann der vom publikum ersehnte hauptact auf die bühne stürmte waren die szene-gänger dann endgültig munter. „weekend“ kam mit co-rapper und plattendreher und unterhielt die menschenmasse von beginn an. bis auf ein paar sachen fand ich seine musik ganz gut. ich hatte nur probleme mit textzeilen wie „ich hab gefragt ob du behindert bist“ – finde ich fragwürdig. mir persönlich ist hip hop am liebsten, wenn er sich durch intelligente punchlines und fette beats auszeichnet und das haben anno dazumals eigentlich nur reimbotschaften von eins zwo & co geschafft. ich gebe die hoffnung nicht auf, dass sowas wieder kommt.

whatever, der „weekend“-sound ist feierbar, das spiegelt sich auch im letzten album titel („musik für leute, die nicht so gerne denken“) wieder. das publikum hat sich über einen langen hip hop-abend gefreut und das ist doch immer das wichtigste.




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